5. Dezember 2014

Thanksgiving/ Ferien

Etwas verspätet, aber hoffentlich umso besser: Hier ist mein Thanksgiving Post!

Die Ferien sind vorbei, sie gingen natürlich viel zu schnell vorbei, aber wir haben auch einiges geschafft.
Am Montag, dem ersten Ferientag (24.11.2014) sind wir endlich nach Dallas Downtown, also das Stadtzentrum gefahren, um ein wenig Sehenswürdigkeiten anzuschauen. So waren wir im "6th Floor Museum", das ist ein Museum, welches den Hintergrund der Ermordung von Präsident John F. Kennedy genauestens darstellt. Das Museum befindet sich in dem Haus, aus dem der Täter geschossen hat, es befindet sich sogar auf der selben Etage, nämlich der sechsten. Kennedy wurde am 22.11.1963 in Dallas ermordet, als er im Rahmen seines Wahlkampfes, mit offenem Wagen durch das Stadtzentrum fuhr, und ihn 2 Schüsse (aus einem Fenster) tödlich trafen. Auf der Straße sieht man Kreuze gemalt, die den exakten Platz zeigen, als er getroffen wurde (siehe Bilder). Lee Harvey Oswald, welcher als Täter ermittelt wurde, wurde im Keller des Polizeigebäudes von einem Bar-Besitzer erschossen, noch bevor er jemals verurteilt wurde...der Bar-Besitzer wurde darauf zum Tode verurteilt, das Urteil wurde jedoch aufgehoben und ein weiterer Gerichtsprozess sollte stattfinden, doch bevor es dazu kam starb er 1967 an Lungenkrebs.

Danach haben wir den Reunion Tower, den man in etwa mit dem Berliner Fernsehturm vergleichen kann, besichtigt. Vor oben hatte man eine wunderschöne Aussicht über Dallas. Danach sind wir noch durch die Stadt geschlendert, ein paar Museen von außen gesehen :D und schöne Fotos gemacht! Wir werden aber noch ein paar mal wiederkommen um mehr zu sehen, wie zum Beispiel das "Dallas Museum of Art" und das Aquarium - ich freue mich sehr darauf.

Dienstag und Mittwoch haben wir nichts erwähnenswertes gemacht, aber Donnerstag war auch schon Thanksgiving Tag. Mein Gastvater hatte schon die ganze Woche lang gekocht, denn wir waren Gastgeber einer kleinen Party für Freunde und Familie. Am Morgen haben wir alle zusammen die Macy's Thanksgiving Day Parade, die jedes Jahr in New York City stattfindet angeschaut, und dann kamen auch schon die ersten Gäste. Nachdem alle angekommen war haben wir gebetet und dann gegessen was das Zeug hält - ganz ehrlich ich habe seeeehr viel gegessen. Es war ja auch das erste Mal das ich wirklich zubereiteten Truthahn gegessen habe und auch die Nachspeisen waren sehr lecker. Der Tag war ein großer Erfolg und ich habe mein ersten Thanksgiving erlebt!

Den Rest der Ferien habe ich eigentlich mit ausschlafen verbracht und dann haben wir auch immer Mal Kleinigkeiten unternommen. Ich habe es wirklich gehasst letzten Montag wieder aufzustehen, um wieder in die Schule zu gehen, aber in 3 Wochen (jetzt eigentlich nur noch 2) sind schon wieder Weihnachtsferien!!! Und da haben wir tolle Pläne.

Gleich am Freitag nach Thanksgiving haben wir übrigens für Weihnachten dekoriert und das ganze Haus verwandelt - wir haben den schönsten Weihnachtsbaum den ich jemals gesehen habe - er ist zwar künstlich, aber sieht ziemlich echt aus, und ich spreche natürlich von der Art und Weise wie wir ihn alle zusammen dekoriert haben, ganz davon abgesehen das er fast 4m groß ist!

In der Woche vor den Weihnachtsferien ist Prüfungswoche in der Schule, aber so schwer ist das nicht, das bekomme ich hin :)

Ich werde mich hoffentlich bald melden, weiß allerdings nicht ob ich dazu komme etwas zu schreiben bevor die Weihnachtsferien beginnen, oder vielleicht auch erst nach Weihnachten. Sind ein paar ziemlich vollgepackte Wochen...aber ich wünsche euch allen eine wundervolle Adventszeit und (falls ich mich nicht vorher melde) ein wundervolles Weihnachten - ich werde die Gans, mit Rotkraut und Klößen wirklich vermissen ;)

Liebe Grüße,
Das alte Gerichtshaus in Dallas
Euer Eddy

7. November 2014

Halloween 2014 und Schule

Jaaaa, ich weiß ich bin etwas spät dran mit meinem Halloween Post, aber es war eine sehr anstrengende und lange Woche (und es ist ja noch nicht mal Wochenende), aber den Freitag morgen, den schaffe ich auch noch.

Also, Halloween, haben wir am 31.10. gefeiert und wir hatten die Großnichte (4 Jahre alt) und den Großneffen (3 Jahre alt) von meinen Gasteltern zu Besuch. Zusammen sind wir durch die Straße gezogen und am Ende ist ganz schön was zusammen gekommen. Ich habe mir für mein Kostüm, oder vielmehr Make-Up wirklich Mühe gegeben, und das Ergebnis hat mir und den anderen einen ziemlich Schrecken eingejagt :D Ich hatte es glaube ich schon einmal erwähnt, Halloween wird hier wirklich viel größer gefeiert. Fast alle Anwohner in der Nachbarschaft waren vorbereitet und hatten Kiloweise Süßigkeiten auf Vorrat. Ernsthaft, meine Gasteltern habe erzählt das sie um die 100$ für Süßigkeiten ausgeben, und jedes Halloween wird alles leer, weil in unsere Nachbarschaft echt viele Kinder kommen. So sind wir von Haus zu Haus gegangen, dann haben wir uns angestellt, denn eigentlich gab es immer eine Schlange, und haben unsere Körbe gefüllt. Für gewöhnlich mache ich das ja nicht mehr, aber ich wollte ein ganz traditionelles Halloween erleben :D Leider habe ich keine Bilder von der Nachbarschaft gemacht, aber es waren überall Kürbisse, Hexen, Spinnweben und andere "gruselige" Sachen! Ich hatte einen lustigen Abend und konnte mein Inneres Kind erfreuen :D

Es gab da noch etwas interessantes am Halloween-Abend: Wir haben später noch einen Horrorfilm geschaut, als es einen AMBER-Alert (America's Missing: Broadcast Emergency Response) gab. Das ist ein Alarm der auf dem Telefon losgeht (wenn man es in den USA gekauft hat, und ich habe mir ein neues hier gekauft), wenn ein Kind entführt wurde und es Hinweise gibt. So ging auf den Telefonen meiner Gasteltern und auf meinem der AMBER-Alert los und wir haben eine Nachricht (begleitet von einem Töööt Töööt Töööt) mit dem Automodell und der Farbe des Autos, welches der Enführer wahrscheinlich gerade fährt, bekommen. Ich finde das ja ziemlich beeindruckend und eine ziemlich gute Methode, so schnell wie möglich viele Leute aufmerksam zu machen. Alle im Umkreis Dallas haben die Nachricht bekommen, aber ich weiß leider nicht, ob sie das Kind gefunden haben.

Jetzt zur Schule: Letzte Woche ist mein Politiklehrer nach einer Herzoperation verstorben, was natürlich ein großer Schock für die ganze Schule war. Diesen Montag haben wir eine neue Lehrerin bekommen und sie ist mir sehr sympathisch, auch wenn wir sie nur noch bis zum Ende des Semesters haben, was vor Weihnachten endet. Die zweiten "6 Wochen" in der Schule enden morgen, das heißt das ich mathematisch gesehen schon 1/3 meines Auslandsjahres rum habe, allerdings ist es etwas seltsam, weil manche der "6 Wochen" nur 4 oder 5 Wochen lang sind, sie werden aber trotzdem "6 Wochen" genannt - im zweiten Semester sind die drei "6 Wochen" glaube ich alle tatsächlich 6 Wochen lang, weswegen ich noch etwas mehr als 2/3 übrig habe (und die kurzen Ferien zwischendurch werden ja auch nicht mitgezählt). Meine Noten für diese "6 Wochen" sehen sehr gut aus, ich habe überall ein "A", außer in Politik ein "B".

Endlich, endlich, endlich stehen die ersten Ferien vor der Tür - Thanksgiving Breaks, die zwar nur eine Woche lang sind, aber immerhin! Schwimmtraining habe ich trotzdem...die nehmen das echt ziemlich ernst.

Ich werde immer flüssiger im Reden, das macht mich sehr glücklich, in Englisch schreiben wir viele Aufsätze, in denen ich so gut wie immer 90-100% erreiche, also kann mein Englisch ja nicht zu schlecht sein, auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass mich die Lehrerin etwas großzügiger bewertet als vielleicht die anderen, was nicht heißt das ich mir nicht große Mühe gebe. Es läuft also alles gut, ich bin sehr glücklich, und freue mich irgendwie schon total auf Weihnachten,
wahrscheinlich, weil wir da mal 2 Wochen am Stück frei haben :D

Das ist alles von mir, ich melde mich spätestens nach Thanksgiving wieder, was Ende November ist :)

Liebste Grüße!

19. Oktober 2014

Texas State Fair

Hallöchen!

Wie schon angekündigt, schreibe ich heute über über das TEXAS State Fair - das Staatsfest, das wir am Monatg besucht haben. Also, was ich sofort festgestellt habe - es ist wahnsinnig teuer, und das meine ich ernst: die 2 großen Fahrgeschäfte haben 35$ Dollar pro Fahrt verlangt, die kleineren Attraktionen waren nicht übertrieben teuer, aber die kannte ich schon aus Deutschland - deswegen bin ich nur zwei was gefahren. Aber die Leute kommen gar nicht wegen den Fahrgeschäften dort hin - sie kommen wegen dem Essen...und wirklich, es ist unfassbar, auf dem Texas State Fair bekommt man Essen was man sonst nirgendwo auf der Welt bekommt. Ich komme später darauf zurück.

Wie ich schon geschrieben hatte, hatten wir einen Tag schulfrei, und haben ein Ticket für das Fair bekommen. Tatsächlich haben mir meine Gasteltern erzählt, dass uns die Schule nicht freigegeben hat um auf das Fair zu gehen, sondern es ein nationaler Feiertag ist, und so ziemlich jeder frei hat. Es war Columbus Day, also die Amerikaner feiern das Columbus den Kontinent entdeckt hat, aber keiner der Jugendlichen weiß das. Ich war auch ziemlich verwirrt, weil die Schule und die Lehrer es wirklich so verkauft haben, als ob sie uns einen Tag frei geben, um Spaß zu haben, aber jeder hatte frei :D Nichtsdestotrotz haben sie uns ein Ticket geschenkt, wofür wir sonst 25$ bezahlt hätten - sehr aufmerksam.

Wir haben uns entschieden mit der Bahn zum Fair zu fahren, weil man mit dem Auto viel für den Parkplatz etc. bezahlen muss. Nach 2 Stationen wurde durchgesagt, dass die Bahn vor uns einen Defekt hat und dann standen wir ziemlich lange...an der nächsten Station sind dann alle ausgestiegen und wurden in Busse gebeten, aber wir haben uns entschieden uns doch mit dem Auto abholen zu lassen, weil schon so viel Zeit vergangen war und wir ja den ganzen Tag auf dem Fair verbringen wollten.

Endlich angekommen, war es wie ich es auch erwartet hatte: Es war wie ein riesiger Rummel, nur mit mehr Essensauswahl. Wir sind also den ganzen Tag auf dem Fair gewesen, wo es Show's gab z.B. mit Tieren, es gab viele Fahrgeschäfte und auch Firmen die dort waren um ihre neusten Produkte vorzustellen, so konnte man Autos testen die noch gar nicht auf dem Markt waren usw. Jetzt zum Essen: Also ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll, aber es war kurios: Man konnte Truthahnbeine kaufen, an denen man dann den ganzen Tag herum geknabbert hat, oder gefrorene Bananen am Stiel...aber das auffälligste waren die Sachen die sie frittiert haben: nämlich alles! Es gab frittierten Speck, frittierte Muffins...ich habe mich hinreißen lassen und hatte einen frittierten Bananenpudding - es war lecker!

Wir hatten einen super Tag auf dem Fair, aber ich würde nicht sagen, dass man es gesehen haben MUSS wenn man in Texas ist.

Halloween steht vor der Tür, das dürfte dann mein nächster Post werden - bis dahin!

Liebe Grüße!




PS: Das Bild auf dem Polizeimotorrad muss ich erklären: Also normalerweise setze ich mich in meinem Alter nicht mehr auf ein Motorrad um ein Foto zu machen, aber dieser Officer war aus Deutschland! Wir sind dort vorbei gelaufen und mein Gastbruder wollte ein Foto machen, da hat unser Gastvater erklärt, das wir Austauschschüler, einer aus Deutschland und einer aus Spanien, sind. Dann hat eine Stimme gefragt: "Wer ist aus Deutschland?" (auf englisch) und dann habe ich gesagt, das sei ich, und dann hat dieser Polizist angefangen auf Deutsch mit mir zu reden, und ich will nicht wissen was ich für ein Gesicht gemacht habe :D Jedenfalls haben wir uns kurz unterhalten und dann das Foto gemacht.

4. Oktober 2014

6 Wochen Texas

Hallo!

Ich weiß es ist schon etwas her, aber hier ist mein nächster Blogpost: Ich bin jetzt seit 6 Wochen in Texas, und habe auch 6 Wochen Schule hinter mir...Ich beneide euch in Deutschland gerade in der Hinsicht, dass ihr alle in die Herbsferien geht, denn die gibt es hier nicht. Meine ersten Ferien habe ich zu Thanksgiving (was am 27.11.14 ist), aber da gibt es nur ein paar Tage frei. Aber was soll's, so schlimm ist Schule schließlich nicht!

Übrigens, das Schuljahr hier ist in 6-Wochen-Abschnitte eingeteilt, insgesamt gibt es 6 Mal 6 Wochen (3 mal 6 Wochen pro Semester), das heißt Amerikaner gehen genau 36 Wochen zur Schule, wobei es dazwischen natürlich noch Feiertage gibt. Nach jeden vollendeten 6 Wochen bekommen wir eine Art Zensurenüberblick mit den Prozenten in allen Klassen, bei mir sieht es folgendermaßen aus:

Schwimmen: 99%
Politik: 78%
Mathematik: 100%
Videodesign: 97%
Englisch: 93%
TechTheater: 93%
US Geschichte: 92%

Ich denke ich kann schon zufrieden mit mir sein, wie schon in den letzten Posts erwähnt ist US Government, also Politik, nicht einfach, weil hier einfach ein völlig anderes Regierungssystem vorherrscht, und ich absolut keinen Überblick habe...aber ich habe diesen Kurs zum Glück nur ein Semester lang, also schon 1/3 geschafft!
Sonst ist in der Schule nicht viel passiert, schwimmen ist ganz, ganz, ganz furchbar anstrengend: Das Team trifft sich 06.25 Uhr, um dann im Bus zu einer anderen Schule zu fahren, die eine Schwimmhalle hat...dort schwimmen wir 120min und zwar ohne eine größere Pause! Montags gehen wir vorher rennen, sprich auf dem Sportplatz (ja es ist noch dunkel um die Zeit), danach schwimmen wir (demnach dann nicht ganz 120min) und dienstags treffen wir uns um 6.00 Uhr im Fitnessraum um für eine Stunde zu trainieren, (und danach spürt man seine Beine nicht mehr und hat Blasen an den Händen!) und danach fahren wir schwimmen (etwa 90min), was nicht einfach ist ohne Gefühl in den Beinen :D Das schlimme ist ja, das man am nächsten Morgen den schlimmsten Muskelkater, den man sich vorstellen kann, hat, aber trotzdem schwimmen gehen muss...das Gute ist, das Schwimmen Wunder gegen Muskelkater wirkt, aber sobald man aus dem Wasser raus ist merkt man es schon wieder ziemlich stark...es ist ein ziemlicher Teufelskreislauf, und der Coach lacht nur über uns wenn wir früh angehumpelt kommen, und eine Ewigkeit brauchen um die Treppe in den Bus zu erklimmen. Dieses harte Training ist aber ganz normal in den USA, weil hier ist Sport keine Freizeitaktivität oder Spaß - es ist totaler Ernst, und das einzige Ziel ist es, das man besser, schneller und stärker wird, um Wettkämpfe zu gewinnen. Aber wie gesagt, es ist sehr hart, aber ich gebe mein Bestes und merke auch das ich besser werde! Und nebenbei werde ich nicht dick - und das ist schon eine Menge Wert! :D (Denn das Essen ist schon lecker.........und fettig)

Ich denke es ist auch in Deutschland inzwischen angekommen, dass in den USA der erste Patient mit Ebola eingeliefert wurde...und zwar in Dallas, und auch ziemlich in meiner Nähe, aber es handelt sich um eine Person die aus einem der betroffenen Länder eingereist ist, also er hat sich nicht mit Ebola in den Staaten angesteckt - deswegen mache ich mir persönlich keine Sorgen, auch wenn es eine ziemlich gefährliche Krankheit ist.

In 28 Tagen ist Halloween! Dieses Fest wird hier allgemein größer gefeiert als in Deutschland, schon jetzt sieht man überall die Kürbisse und an jeder Ecke haben Halloweenshops geöffnet, wo man wirklich ALLES kaufen kann. Ich freue mich sehr auf den Halloween Abend, wird bestimmt sehr toll.

Aktuell ist "Texas State Fair" - "State Fairs" haben eine lange Geschichte, ursprünglich waren es Lansdwirtschaftsschauen, aber mit der Zeit wurden sie mehr zu Volksfesten mit Fahrgeschäften und jedem vorstellbaren Essen. Die meisten US-Staaten haben ein State Fair, und das "Texas State Fair" ist das größte von allen und es findet alljährlich in Dallas statt. Die Schule gibt uns dafür extra einen Tag frei und schenkt uns ein Ticket - denn an den Wochenenden wird es dort einfach viel zu voll - es kommen Besucher von der ganzen Welt, teilweise wurden schon über eine Million Besucher gezählt. Auf jeden Fall ein riesiges Event, was ich mir nicht entgehen lassen werde.

Und zuletzt möchte ich noch einmal daran erinnern, dass unser Oktoberfest hier unglaublich bekannt ist und auch gefeiert wird. Tatsächlich ist das einzige was ich jemals in den amerikanischen über Deutschland gehört habe: "Heute hat das Oktoberfest in Deutschland angefangen." und dann haben sie Deutsche mit Bierkrügen gezeigt! :D Also wir sind sehr bekannt für das größte "Sauffest".

Das war es von mir - ich werde mich wieder melden um über das State Fair, Halloween und so weiter zu berichten! Achja, mir geht es super! :D

Liebe Grüße!

Eddy

17. September 2014

11. September - Schule - Leben

Hallöchen!

Ich bin jetzt seit fast einem Monat in den USA (und die Zeit vergeht echt schnell) und in der Schule ist schon wieder so viel passiert, dass ich einfach darüber schreiben muss. Aber ich fange mal bei etwas anderem an: dem 11. September. Vor 13 Jahren wurden die Staaten von al-Quaida attackiert und es kamen etwa 3000 Menschen ums Leben. Um das Andenken auszudrücken gab es in der Schule eine Schweigeminute, und alle Fahnen in den USA wurden auf die Hälfte des Mastes gezogen (nennt sich "half-mast"). Außerdem hat Präsident Obama am 10.09. eine Rede gehalten, in der er erklärt hat wie die Regierung gegen die terroristische Vereinigung ISIS vorgeht und er hat auch an den 11. September 2001 erinnert. Es war ein ziemlich trüber Tag, weil es eben noch in jedermanns Gedächtnis ist, und auch im Unterricht wurde es mehrfach angesprochen. Aber nun zu einem etwas schöneren Thema:

Die Schule! Es läuft wirklich gut, es ist einfacher als in Deutschland, aber man muss trotzdem dran bleiben. Ich bin jetzt fest im Schwimmteam, deswegen musste mein Stundenplan vorletzte Woche noch mal geändert werden, es sieht jetzt folgendermaßen aus:

1. Period: Swimming/Water Polo
2. Period: US Government/Psychology
3. Period: Algebra 2
4. Period: Audio and Video Production
-- Lunch --
5. Period: English 3 (Literature)
6. Period: TechTheater
7. Period: US History

Es läuft mittlerweile auch in US Government akzeptabel, ich halte mich gerade so über Wasser, ich stehe auf 71%, und 70% muss ich haben :D US History ist total super, ich liebe die Lehrerin und der Unterricht ist wirklich interessant. Alles andere ist wirklich ein Kinderspiel, auch wenn mir die Hausaufgaben auf die Nerven gehen.
Letzten Freitag gab es die erste "Pep Rally" der Schule, und wenn man aus Deutschland kommt und sowas noch nie mitgemacht hat, dann kann man schon mit offenem Mund dastehen. Ich versuche es mal zu erklären. Also, der ganze Tag wird umgeplant, alle Stunden werden 5min kürzer, und nach der 5. Stunde gibt es dann die Pep Rally, es ist ein Event bei dem sich alle Schüler in der Turnhalle versammeln, wir saßen auf Tribünen, jeder sitzt mit allen anderen aus dem selben Jahrgang zusammen. Sinn der Pep Rally ist es, das Football Team anzufeuern, weil sie am Abend ein Spiel haben. Nun waren alle Schüler auf den Tribünen und dann gab es ein Programm: die Cheerleader haben getanzt, außerdem verschiedene Tanzgruppen der Schule, dann gab es eine Art Rally zwischen den Jahrgängen, von jedem Jahrgang waren 2 Schüler vorn und haben versucht ein Paket mit einem Baseball-Schläger zu öffnen und danach alle Süßigkeiten zu essen, die darin enthalten waren. Gewonnen haben die Seniors, also der 12. Jahrgang...Während dieses Pep-Rally wurde laut gejubelt und geschrien, und immer wenn über z.B. die Juniors (11. Jahrgang) geredet wurde, dann ist unsere Tribüne richtig abgegangen, es wurde geschrieben und getrampelt und geklatscht, es war einfach verrückt. Dazu komm noch das am Tag einer Pep Rally Schulfarbe getragen wird: Am Freitag war das Thema "Red Out", fast alle Schüler sind in rot gekommen, es war einfach krass. Meine Mathe Lehrerin hat allen im roten Shirt 5 Bonuspunkte bei der Arbeit gegeben, da habe ich es glatt auf 110% geschafft :D

Pep Rallies gibt es immer vor den Football-Spielen, etwa aller 3 Wochen! Nächste Pep Rally ist das Thema "Black Out", also schwarz tragen! Es ist wirklich verrückt gewesen, aber es hat auch mega Spaß gemacht, leider konnte ich keine Fotos machen, weil mein Handy gerade in der Werkstatt ist. Es ist alles um die Schule und das Team zu unterstützen und wenn alle mitmachen, dann macht das wirklich Spaß!

Sonst gibt es nicht viel zu berichten, ich habe wenig Freizeit, an den Wocheneden schlafe ich erst mal richtig aus, dann mache ich Hausaufgaben und den ganzen Spaß und leider geht das Wochenende viel zu schnell rum, aber Schule ist wirklich nicht schlimm, deswegen ist alles in Ordnung.

Das wäre es von mir,

bis bald!

Eddy

6. September 2014

2 Wochen Texas

Hallo!

Ich bin jetzt seit 2 Wochen und Texas und inzwischen ist schon einiges passiert, sowohl in der Schule als auch sonst:

Zunächst zur Schule:

Ich hatte jetzt 2 Schulwochen á 4 Tage, weil in der ersten Woche ich Montag noch zu Hause geblieben bin und letzte Woche Montag war Labor Day, da hatte jeder Frei. In der Schule läuft es so mittelmäßig, in Mathe habe ich einen Durchschnitt von 98%, aber ich habe einige Probleme in English, weil sie da genau das machen was wir auch im Deutschunterricht machen, also interpretieren, erörtern und Sachtexte bearbeiten und Bücher lesen...da komme ich absolut nicht hinterher, aber die Lehrerin nimmt etwas Rücksicht auf mich. US Government finde ich auch nicht super, es ist meeeegaaa langweilig, der Lehrer labert die ganze Zeit und gibt uns den Stoff für zu Hause auf...das macht das Lernen für die Tests nicht gerade einfacher. Aber ich habe auch Spaß in der Schule, so macht „TechTeater“, „Algebra“ und „Audio and Video Production“ wirklich Spaß und mittlerweile bin ich auch im Schwimmteam, allerdings ist es somit vorbei mit ausschlafen, weil sich das Schwimmteam schon 06:30 Uhr trifft und dann für 2h trainiert. „US History“ ist eigentlich recht interessant, aber teilweise auch schwer zu verstehen.

Mir wurde von vielen Leuten in Deutschland gesagt, dass Schule in Amerika sehr einfach ist. Ich bin mit dieser Ansicht auch hergekommen und musste dann sehen, dass es ganz sicher nicht "super einfach" ist. Ich meine, ich bin hier auch in der elften Klasse, und in Deutschland wäre es sicherlich schwieriger, aber die haben trotzdem ein gewisses Niveau. Da ich nicht alles verstehe, macht es das natürlich auch sehr schwer, manchmal. Was auf jeden Fall einfacher ist, sind die Tests. Denn das ist meistens ein Quiz mit 25 Fragen und drei oder vier vorgegebenen Antworten von denen eine richtig ist. Nur wenn man die Frage nicht versteht, hilft das auch nicht sonderlich. Aber ich bin mir sicher, dass es mir mit der Zeit leichter fallen wird.

Gestern hatten wir einen Amok-Probealarm in der Schule, es kam nur eine ganz kurze Durchsage, ich glaube es war "lock-out" und dann hat der Lehrer gesagt: "Alle in die Ecke und auf den Boden!" Ich fand das alles total witzig :D Dann hat er das Licht ausgemacht und die Tür verriegelt. In den Türen der Klassenzimmer sind Fenster, wir waren in der einen Ecke, die man von Fenster aus nicht einsehen kann. Sollte also ein Amokläufer durch das Fenster schauen, würde er denken das Zimmer ist leer. Es war schon ziemlich aufregend, dann sind andere Lehrer durch die Gänge gegangen, haben an allen Türen gerüttelt und durch die Fenster geschaut und dann durften wir wieder aufstehen. Es war schon ziemlich aufregend ;)

Was passiert sonst so?

Mittlerweile ist das Wetter etwas abgekühlt, wir haben jetzt "nur" noch 30°C - 35°C, aber es ist absolut ertragbar. Dallas ist eine wunderschöne Stadt, es ist unfassbar sauber und aufgeräumt, es gibt angelegte Parks und allgemein ist alles ziemlich modern. Meine Gastfamilie ist super, wir haben sehr viel Spaß und lachen unheimlich gern, es ist einfach perfekt. Mit der Sprache geht es voran, es ist eben wirklich so dass man sehr gut versteht aber sich schwer tut, wenn man etwas sagen will, aber ich versuche es einfach und es funktioniert, das liegt einfach an der Einstellung der Amerikaner, sie finden es super wenn man versucht ihre Sprache zu sprechen und finden Fehler nicht schlimm, sondern sagen: "Ich liebe deinen Akzent!". Ich bin nach der Schule wirklich geschafft, es ist unfassbar wie schnell der Tag immer vorbei ist, nachdem man von der Schule zurück ist. Es ist dann 17 Uhr...dann musst du Hausaufgaben machen, und meistens ist das nicht gerade wenig...dann gibt es Abendessen und bald ist der Tag vorbei.

Ferien gibt es hier aber erst zu Weihnachten, allerdings gibt es vorher glaube ich noch ein oder zwei Feiertage.

Ich genieße auf jeden Fall meine Zeit hier, und weiß jetzt schon dass mir der Abschied schwer fallen wird.

Liebe Grüße!

Eddy

28. August 2014

Mein erster Schultag


Houdy!

Ich habe es geschafft, ich hatte meinen ersten Tag an der amerikanischen High School. Tatsächlich war er ja gestern, aber ich habe es einfach nicht mehr geschafft noch einen Post zu schreiben. Es ist wirklich unglaublich, aber Langeweile habe ich hier wirklich nicht. Nun fange ich mal damit an, dass die amerikanische High School wirklich exakt so ist, wie sie in vielen Filmen dargestellt wird. Es gibt "Gangs", die zusammen rumhängen, die Schule ist riesengroß, man sitzt in solchen Stühlen wo der Tisch gleich mit dran ist und die Lehrer haben alle ein eigenes Klassenzimmer, wo man sie finden auch meistens finden kann, wenn man sie braucht. Gestern Morgen sind wir eher losgefahren, weil ich noch Fächer wählen musste und es musste ein Schülerausweis erstellt werden...vergisst man diesen Ausweis muss man sich einen neuen machen lassen, das kostet dann aber etwas...Man braucht den neuen, weil man ohne Ausweis nicht in die Schule bzw. in die Klassenzimmer gelassen wird. Da ich Montag noch frei hatte, während aber alle anderen schon in der Schule waren, war es also Dienstagmorgen. Das Problem ist, das etwa jeder zweite Schüler am zweiten Schultag seine "Classes" wechseln will, deswegen war in dem Büro so einiges los. Als ich dann endlich vor meinem Counselor saß, hat sie nur gesagt: "Oh mein Gott, alle Klassen sind so gut wie voll." Trotzdem haben wir natürlich einen Stundenplan zusammengestellt. Er wurde heute noch zwei Mal geändert, aber das wird vorerst mein Stundenplan sein:

1. US History
2. US Government (1 Semester,
anschließend Psychology)
3. Algebra 2
4. Audio and Video Production
5.
English 3
6. Tech Theater
7. Physics

Das wir wirklich eine Ewigkeit im Büro gewartet habe, bin ich erst zur dritten Stunde in den Unterricht gegangen. Das was zunächst etwas unangenehm ist, dass man als Deutscher auch als Amerikaner durchgeht und man sich ganz normal in die Klasse setzt und niemand ahnt, dass man ein "komisches" Englisch spricht. Aber ich bin am Anfang der Stunde zu allen Lehrern gegangen, habe mich vorgestellt und gesagt das ich ein Austauschschüler aus Deutschland bin. Die Standartantwort war: "Wow, that's awesome!":D Dann haben das ja auch die meisten Schüler mitbekommen und alles war gut. Dem Unterricht konnte ich bis jetzt gut folgen, auch wenn es mir ziemlich schwer fällt zu reden. Wo ich recht wenig verstanden habe war heute US Government, keine Ahnung über was die geredet haben...aber ich bin mir sicher in ein paar Wochen werde ich keine Probleme mehr haben.

Jetzt möchte ich allgemein zu meiner High School schreiben. Also, sie gilt zwar nur als mittelgroß, aber es ist wirklich gigantisch. Es gibt 6 verschiedene Flügel: A-Hall; B-Hall; C-Hall; D-Hall; G-Hall und F-Hall, außerdem gibt es eine zweite Etage. Die Schule hat ein Stadion und 2 Sportplätze, außerdem ein riesengroßes Theater!!! Es gibt 2 riesige Speisesäle. Die einzelnen Flügel sind zwar ausgeschildert, aber mir reichen die 5 min, die man Zeit hat um zum nächsten Klassenzimmer zu finden, nicht aus. Zum Glück bietet mir meistens jemand an mich zum Klassenzimmer zu bringen, oder ich frage jemanden nach dem Weg. Wenn man zu spät kommt hat man ein Problem, aber dazu gleich mehr. Die einzelnen Klassen bestehen aus etwa 15-30 Schülern, je nachdem wie viele Sitzplätze im jeweiligen Zimmer vorhanden sind.

Ich hatte heute meinen zweiten Schultag und konnte schon sehr viele Unterschiede zur deutschen Schule feststellen. So kann man aus über 100 Kursen einen Stundenplan zusammenstellen und diesen auch einmal ändern (Bei mir war er eine Ausnahme, meine Counselorin hatte einen Fehler gemacht, deswegen wurde er zwei Mal geändert und er wird wahrscheinlich noch einmal geändert, weil ich ins Schwimmteam möchte, aber den Coach noch nicht getroffen habe). Dazu kommt das man jeden Tag dieselben Stunden hat. Zum Stundenklingeln schließen die Lehrer die Türen und wer dann noch nicht da ist, muss sich im Office einen Zettel holen, nur mit diesem Zettel kann man nach Stundenklingeln in die Klasse gehen. Wenn man, ich glaube, 4 solche Zettel hat, muss man samstags zur Schule kommen und nachsitzen. Wenn man sein Handy benutzt, wenn es nicht erlaubt ist, (manche Lehrer erlauben es; beim Lunch ist es erlaubt, wenn man es lautlos hat; man darf auf den Gängen Musik hören, allerdings nur mit einem Kopfhörer im Ohr) wird es einem weg genommen und man muss 15$ bezahlen um es wieder zu bekommen. Jeden Morgen kommt mitten im Unterricht eine Durchsage, die man überall hört und man wird aufgefordert den "Pledge of Allegiance" zu leisten. Das ist der Schwur auf die amerikanische Flagge und die Vereinigten Staaten. (Die Durchsage beinhaltet diesen Schwur) In meiner Klasse sind alle aufgestanden und haben ihre Hand auf's Herz gelegt, und einige haben auch mitgesprochen. Anschließend wurde der Schwur auf Texas geleistet. Ich bin auch aufgestanden, aber habe den Schwur nicht geleistet, vielleicht mache ich das nächstes Mal, den Text kenne ich nämlich :D Beim Lunch muss man sein Essen in einem der Speisesäle einnehmen und darf auch nicht wieder heraus, bis zum Klingeln. Die Schule hat einen eigenen Polizisten, ich glaube der wechselt täglich, und er geht herum und schaut nach dem Rechten. Außerdem hat die Schule eine Krankenschwester. Außerdem gibt es einen strengen Dress Code, so dürfen Mädchen keinen Ausschnitt tragen und die Schultern müssen immer bedeckt sein, Miniröcke, "zerrissene" Jeans etc. sind nicht gestattet. Jungs müssen Hosen tragen, die mindestens das Knie erreichen.
Das klingt alles ziemlich hart, aber es geht eigentlich. Die meisten Lehrer sind wirklich cool und die Zimmer sind echt modern. Die Lehrer können mit einer Kamera und einem Beamer auf die Wand übertragen, was sie gerade auf dem Blatt ausfüllen etc. Das ist echt praktisch, die Lehrer können schnell auf Papier schreiben und es muss auch nie einen Tafel gewischt werden. Da man jede Stunde mit anderen Leuten zusammen kommt, gibt es natürlich kein Klassenbuch und auch niemanden der evtl. die Tafel wischen muss oder kehren soll, das wird alles gemacht.

Alles in Allem ist die amerikanische High School wirklich sehr aufregend, mich freut es, dass ich in ein paar Klassen schon ein paar Leute kennengelernt habe, die mir auch immer helfen, wenn ich Hilfe brauche. Das ist wirklich eine wunderbare Eigenschaft an den Schülern, oft bieten sie von sich selbst aus ihre Hilfe an...das ist eine Eigenschaft die viele Deutsche nicht haben. Lunch esse ich immer mit meinem Gastbruder zusammen und heute habe ich auch das erste Mal den Schulbus nach Hause genommen :) Der Gang im Bus ist total schmal, dafür sind die Sitze umso breiter, aber man muss die Beine beinahe anhocken, weil kein Platz nach vorne ist. Aber zum Glück fahren wir nur etwas mehr als 10 Minuten.

Zum Schluss noch ein paar ganz allgemeine Dinge: Ich bin jetzt erst ein paar Tage hier, aber verstehe jetzt schon mehr als am Anfang. Damit meine ich nicht, dass ich neue Wörter gelernt habe, sondern das ich die Leute, die ja doch schnell sprechen, meistens verstehe. Außerdem wird es mit dem sprechen auch langsam besser. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich mich bald gut verständigen kann.

Das wäre es von meiner Seite, ich weiß nicht genau wann ich mich das nächste Mal melden werde, aber sicherlich bald :)

Bis dahin!

Sonnige Grüße aus Texas!

Eddy

PS: Ich entschuldige mich dafür das ich keine Bilder habe, aber ich hatte einfach keine Zeit um Bilder zu machen, wenn ich welche gemacht habe, werde ich sie hochladen :)

23. August 2014

New York und Ankunft in Texas

Hallo :)

In diesem Post möchte ich über die gesamte Orientation in New York schreiben und über meine Ankunft in Texas, wo ich jetzt gerade bin :D

1. Tag in New York
Darüber habe ich bereits im letzten Post geschrieben, wir sind vom Flugahfen mit Bussen ins Hotel gefahren, haben gegessen, hatten ein kurzes Meeting und sind dann ins Bett gegangen.

2. Tag in New York
Beim Meeting am Vorabend wurde uns gesagt wir können uns selber den Wecker stellen und individuell frühstücken gehen (bis 08:30 Uhr)...Nicht gesagt haben sie uns, das auf unserem Zimmer das Telefon um 07:00 Uhr klingelt um uns zu wecken, weswegen wir zeitiger ausgestanden sind, als geplant. Um 08:30 Uhr gingen dann die Workshops los, und ich muss wirklich sagen, dass die unheimlich langweilig waren....alles was und dort erzählt wurde, wussten wir bereits vom Vorbereitungstreffen. Nach diesen endlos langen 4 Stunden haben wir im Hotel Mittag gegessen und sind mit den Bussen in die Stadt gefahren. Vorher wurden wir alle in Gruppen eingeteilt, so dass es zum Schluss 4 Gruppen von Austauschschülern gab, die in 3 Bussen transportiert wurden. In New York hat jeder Bus einen Stadtführer aufgeladen und dann hatten wir eine Rundfahrt, bei der wir Schauplätze gesehen haben, die in vielen Filmen vorkamen, z.B. die New York Public Library, die man unter anderem in "Spiderman" gesehen hat. Der Stadtführer hat dann immer entsprechend die Filmausschnitte im Bus gezeigt. Nach der Stadttour sind wir ins Wachsmuseum Madame Tussauds gegangen, ich persönlich war nicht super begeistert von dem Museum, viele der ausgestellten Persönlichkeiten kannten wir gar nicht. Nach dem Wachsmuseum sind wir zum Hardrock Cafe gelaufen und hatten dort unser Abendessen, danach haben sich die meisten ein T-Shirt gekauft. Anschließend sind wir zum Rockefeller Center gelaufen und mit dem Fahrstuhl bis ganz nach oben gefahren, dort hatte man eine atemberaubende Aussicht auf New York bei Nacht. Anschließend sind wir zurück ins Hotel gefahren und hatten noch etwas Zeit für uns bevor wir ins Bett gegangen sind.

3. Tag in New York
Der Tag begann wieder mit Frühstück und einem Meeting, das aber "nur" 3h gedauert hat. Dann haben wir ein Lunchpaket mit in den Bus bekommen, um Zeit zu sparen. Wir sind zu einem Hafen gefahren und von dort sind wir mit einem Boot zur Freiheitstatue gefahren, allerdings konnten wir nicht aussteigen, das Boot hat sie nur umfahren. Danach sind wir zum Times Square gefahren und dort hatten wir 2h Freizeit bevor wir uns zum Dinner im "Ellen's Stardust Diner" getroffen haben. Dort singen sie Kellner, was eine super Stimmung bringt, es war wirklich schön
dort...Danach sind wir zum Hotel zurück und hatten ein kurzes Meeting wegen dem Weiterflug zur Gastfamilie am Folgetag, dann sollten wir ins Bett gehen.

Abreise aus New York
Mein Shuttle zum Flughafen ging um 10 Uhr, dort angekommen haben wir unser Gepäck aufgegeben und sind direkt zum Gate gegangen. Auf dem Flug nach Dallas waren wir bestimmt 10 Leute, leider saß ich alleine... Das Flugzeug kam über eine Stunde zu spät an, deswegen sind wir mit ziemlicher Verspätung gestartet. Der Flug dauerte 3h und 45min und als ich dann gelandet war hat mich meine Gastfamilie auch gleich empfangen. Auf mein Gepäck musste ich noch über eine halbe Stunde warten, aber dann kam es endlich :D Ich habe noch einen schönen Abend mit meiner Gastfamilie verbracht und bin dann ins Bett gegangen.

Ab jetzt werde ich immer posten, wenn es etwas erwähnenswertes zu posten gibt :D So auf jeden Fall nach meinem ersten Schultag, der am Dienstag sein wird ;)

Bis dahin,

Liebe Grüße!

Eddy 


21. August 2014

Flug und Ankunft in New York

Hallo :)

Heute mein erster Post aus Amerika, und dieser direkt aus New York.

Ich habe am Dienstag einen Zubringerflug von Dresden nach Frankfurt genommen, und war sehr erfreut, dass ich nicht der einzige war. Ich habe nämlich noch 4 andere Austauschschüler von AIFS getroffen und wir haben uns natürlich auch gleich zusammengesetzt. Nachdem wir nach 45 min in Frankfurt gelandet sind, sind wir zum Gate gelaufen, haben uns bei der Begleitperson angemeldet und keine 15 min später konnten wir an Bord gehen. Dieser Flug, der etwa 7h und 30min gedauert hat, war zwar teilweise etwas langweilig, aber ich war mit meinem Abschiedsbuch beschäftigt (Danke an Alle, es war wunderschön!!) und auch mit meinen beiden Sitznachbarinnen hatte ich viel Spaß :) (Danke an Laura und Annabelle) Das Essen auf dem Flug war auch akzeptabel und als wir endlich gelandet sind, sind wir sitzen geblieben, weil wir erst alle anderen vorbeilassen wollten, und dann waren wir tatsächlich die Letzten. Wir sind voller sehnsüchtiger Blicke an der Treppe zur ersten Klasse vorbeigegangen, als uns die Flugbegleiterinnen angeboten haben nach oben zu schauen. Dieses Angebot ließen wir uns natürlich nicht entgehen und wir haben die First Class besucht, die beiden Piloten waren auch noch oben und haben uns spontan eingeladen ins Cockpit zu schauen, es war wirklich interessant! Dann mussten wir aber schnell den Anschluss zu den anderen wieder finden.
Die Einreiseprozedur in die USA dauert etwas länger als man gewohnt ist, da man Fingerabdrücke abgeben muss und ein paar Fragen beantworten soll, aber auch das haben wir alle erfolgreich geschafft. Dann sind wir zum Gepäckband, alle Koffer sind angekommen, und danach sind wir durch den Zoll und endlich raus. Uns haben 2 Busse erwartet, die uns direkt ins Hotel gebracht haben. In Deutschland war es zu dieser Zeit etwa Mitternacht, aber in den USA war es erst später Nachmittag. Wir haben unsere Zimmer bezogen und dann gab es Abendessen, anschließend noch ein kurzes Meeting und danach sind wir wirklich alle ins Bett gefallen...

Heute hatten wir einen sehr schönen, aber auch anstrengenden, Tag in New York, aber ich werde darüber erst im nächsten Post schreiben, weil ich es besser finde die ganze Orientation in einem Post zusammenzufassen und ich wirklich schlafen gehen sollte, es ist nämlich 00:28 Uhr :D Am Freitag fliege ich zur Gastfamilie weiter und dann sollte ich dazu kommen alles was ich in New York erlebt habe mit euch zu teilen!

Gute Nacht und bis Bald :)

Eddy

15. August 2014

Das große Kofferpacken

Hallöchen!

Es ist vollbracht! Mein Koffer ist gepackt. Natürlich ist es schwer zu sagen, was man die nächsten 10 Monate wirklich braucht, da man einfach nicht einschätzen kann, wie viel man sich im Ausland neu kauft... Ich habe mich jedenfalls entschieden, so sparsam wie möglich einzupacken...so habe ich jetzt Klamotten, die für knapp 2 Wochen reichen würden. Mein Koffer hat ein Endgewicht von etwa 17,5 kg, das finde ich wirklich in Ordnung, außerdem habe ich noch ein wenig Platz, also kann ich mir ruhigen Gewissens ein paar neue Sachen zulegen und muss dann bestimmt nur maximal 2 Pakete nach Hause schicken. Manch andere Austauschschüler nehmen ihre Klamotten für NY im Handgepäck mit, ich habe mich dagegen entschieden, weil ich es hasse, wenn das Handgepäck so schwer ist, und weil ich genau weiß, sollte der Koffer abhanden kommen, ist er einen Tag später trotzdem wieder bei mir, weil die Strecke Frankfurt - New York von der Lufthansa täglich bedient wird. Für den Notfall habe ich eine kurze Hose, sowie Unterwäsche im Handgepäck. Da wir die T-Shirts von AYA bekommen, ist das völlig ausreichend.

Vor ein paar Tagen ist mir eingefallen das ich meinen Impfausweis schon mal rauslegen könnte, allerdings habe ich ihn nicht mehr gefunden. Ich habe die halbe Nacht und den ganzen Morgen damit verbracht mein Zimmmer auf den Kopf zu stellen, aber ohne Erfolg. Ich bin dann zu meiner Ärztin gefahren, um sie zu fragen ob sie mir einen neuen ausstellen kann, aber als ich dort angekommen bin musste ich feststellen, dass sie bis zum 29.08.14 im Urlaub ist. Ich bin dann wieder nach Hause gefahren, habe weiter gesucht und endlich, endlich, endlich dieses kleine doofe gelbe Heft gefunden. Es ist zu peinlich zu schreiben wo er war, aber ich habe ihn jedenfalls selbst vor Monaten dort hin getan :D Eine Woche vor Abflug kann man das wirklich nicht gebrauchen, nicht mehr zu wissen, wo man seinen Impausweis "versteckt" hat ;) Aber zum Glück ist jetzt wieder alles gut.



Mein Handgepäck werde ich erst am Montag packen, weil ich Portemonnaie, Handy, Laptop etc. ja noch benutze, deswegen habe ich die Unterlagen schon rausgelegt, aber einpacken werde ich alles erst Montag.

Zuletzt war ich heute noch auf der Bank und habe meine bestellten Dollars abgeholt, somit habe ich jetzt endgültig alles beisammen. Ich habe mir 300$ in kleineren Scheinen besorgt, aber die werde ich natürlich nicht komplett in New York ausgeben :D Aber ich dachte es schadet nicht, wenn ich etwas dabei habe, wenn ich in Dallas ankomme...schließlich weiß ich nicht, wann ich das nächste Mal an einem Automaten vorbeikomme, und jedes Mal mit Kreditkarte zu bezahlen finde ich recht überflüssig.

Das wäre es erst einmal von meiner Seite, mein nächster Post wird planmäßig erscheinen, wenn ich meinen Stundenplan bekomme oder ich poste über den Flug, je nach dem was eher stattfindet :)

Liebe Grüße!

Eddy

-- noch 3 Tage und 23h bis zum Abflug --


12. August 2014

Noch eine Woche...

Hallo :D

In exakt 168 h sitze ich gerade auf dem Flughafen in Frankfurt und warte im Transferbereich bis ich zum Gate gehen kann...Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie auf meinem Countdown noch hunderte von Tagen angezeigt wurden, jetzt befinde ich mich im einstelligen Bereich. Seit Neujahr 2014 rast die Zeit förmlich an mir vorbei und ich schaue zu und denke: Wieso vergeht die Zeit nur in solchen Situationen so schnell, wieso nicht wenn man Unterricht hat?! ^^ Seit dem die Ferien begonnen haben ist es noch schlimmer geworden, und jetzt erlebe ich jeden Wochentag zum letzten Mal in Deutschland, für die nächsten 10 Monate. Das macht mir keineswegs Angst, es ist nur schwer zu begreifen wie schnell die Zeit vergangen ist. Trotzdem habe ich alles geschafft, was ich mir vor dem Auslandsjahr noch vorgenommen habe.

Besonders aufgeregt bin ich immer noch nicht, auch wenn ich ab und zu mit starkem Herzklopfen aufwache ;) Ich habe mir die letzte Woche jetzt nicht viel vorgenommen, sondern will sie wirklich genießen....beziehungsweise in Ruhe Koffer packen :D Damit habe ich nämlich schon angefangen, nach einem Probepacken vor einigen Tagen habe ich gemerkt, das die Reisetasche die ich schon hatte zwar groß genug ist, aber trotzdem sehr voll wird...deswegen habe ich mir eine neue Reisetasche gekauft, welche die erlaubten Maße fast ausschöpft und werde sie nicht vollpacken, so das ich mir einiges neues zulegen kann, wenn ich in Texas bin. Bis nächsten Samstag wird meine Tasche fertig gepackt sein, jetzt gerade fange ich an die guten Sachen, die aus der Wäsche kommen, zur Seite zu legen ;) Zu meinen Gastgeschenken habe ich bis jetzt nichts geschrieben, das werde ich dann machen wenn ich angekommen bin und spätestens am Samstag poste ich nochmal über das große packen :)

Bis dahin!

Liebe Grüße!

Eddy 

20. Juli 2014

Flugdaten!!! :)

Heute wurde ich darauf hingewiesen, dass bereits unsere Flugdaten online sind. Also wollte ich übereifrig über das Handy nachschauen, aber in dem Dorf wo ich gerade war gab es extrem langsames Internet...deswegen bin ich schnell nach Hause gefahren und habe am Computer geschaut.

Ich konnte mit Freuden feststellen, das mein Wunsch-Zubringerflug geklappt hat, und ich auch ab Frankfurt fliege, was mir wirklich zusagt, weil das ein wirklich schöner Flughafen ist :) Ich werde am 19.08. gegen 14.00 Uhr in New York landen und dann geht es ja erst einmal ins Hotel. 3 Tage später werde ich am späten Nachmittag in Dallas landen, wo mich meine Gastfamilie abholen wird!

Die Schule habe ich auch geschafft und mit jedem Tag steigt die Aufregung, oder viel mehr die Vorfreude...jede Info die ich bekomme ist ein weiteres Puzzleteil für meinen Traum und die Tatsache, dass ich jetzt meine Flugdaten kenne, macht die ganze Sache wieder ein großes Stück realer!

Liebe Grüße!

Eddy

-- noch 29 Tage bis zum Abflug --

19. Juli 2014

Kreditkarte und Telefonkosten

Hallo ihr Lieben,

Heute sind es tatsächlich nur noch 30 Tage, also genau einen Monat, bis zum Abflug nach New York. Wahrscheinlich hatte ich deswegen das Bedürfnis einen Post zu schreiben, mein letzter ist ja auch schon eine Weile her :D Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht welches Zahlungsmittel ich in den Staaten benutzen will. Ich habe zwar eine EC-Karte (mit Maestro-Logo), allerdings fallen mit dieser erhebliche Kosten an, wenn ich Geld abheben möchte. Deswegen habe ich mich entschieden eine Prepaid-Kreditkarte zu beantragen. Die Prepaid-Karten sind für Jugendliche zugelassen, weil man sie nicht überziehen kann, sie funktionieren nicht mehr, wenn kein Guthaben mehr vorhanden ist, so kann man keine Schulden machen. Alle anderen Funktionen einer Kreditkarte bleiben aber. Trotzdem gibt es hier eine Menge verschiedener Anbieter. Ich habe ein wenig recherchiert und mich für die VISA-Karte der Landesbank Berlin (LBB) entschieden. Sie kostet 12€ im Jahr und dann kann man kostenlos im In- und Ausland, so oft wie man möchte, Geld abheben. Von meinem normalen Konto kann ich jetzt Geld auf das Konto der Kreditkarte überweisen und diese dann ganz normal verwenden. Es fallen lediglich 1,5% Provision für den Einsatz außerhalb der €-Zone an, diesen Prozentsatz gibt es bei jedem Kreditinstitut, aber wenn ich bei 100$ 1,5$ opfern muss, dann ist das kein Weltuntergang ;) Die Beantragung der Karte war wirklich einfach, ich kann euch die Prepaid-Kreditkarte der LBB nur empfehlen ;)


Und jetzt noch zu einem anderen wichtigen Thema: wie telefoniere ich in den USA, ohne pleite zu werden? Ganz klar holt sich jeder Austauschschüler eine neue Simkarte, wenn er bei der Gastfamilie angekommen ist.

UPDATE vom 23.02.2015

Ich hatte mir die Campuscard geholt, welche von meiner Organisation geschickt wurde, aber ich rate jedem davon ab diese zu benutzen. Zwar erscheinen einem 0,19€ erst mal nicht viel, aber wenn man nur 5 Minuten telefoniert, dann hat man schon fast einen Euro ausgegeben - nun kann ich euch aber versichern, dass wenn ihr das erste Mal eure Eltern aus eurem Gastland anruft, dann dauert das mindestens 30 Minuten. Mit Campuscard seid ihr dann pleite nach ein paar Wochen!! Leider merkt man das gar nicht, bevor man die saftige Rechnung zugeschickt bekommt - Monate später! Der Kundendienst ist sehr unfreundlich und nicht hilfsbereit.

Ich habe vor ein paar Monaten gekündigt, nachdem ich 100 Euro bezahlt habe, und bin auf Keep Calling umgestiegen. Das ist eine Internetseite und die bieten unglaubliche Raten an. Ich bezahle 1,2ct/min ins Festnetz und 3,7ct/min aufs Handy nach Deutschland! Außerdem bezahlt man im Voraus (man hat dann ein Guthaben) und hat immer alles bestens im Blick. Ich nutze es schon seit ein paar Monaten und es funktioniert einfach super! Das ist etwas was ich wirklich jedem empfehlen kann, wenn man mal keine Lust/Zeit für Skype hat.

BLEIBT FERN VON DER CAMPUS CARD!!!

Liebe Grüße!

Eddy

-- noch 30 Tage bis zum Abflug --

5. Juni 2014

Visum :)

Das mit den 5-10 Tagen war wahrscheinlich etwas großzügig gemeint, denn ich habe mein Visum heute schon bekommen :) Sieht bunt und wirklich nett aus, aber aus Sicherheitsgründen werde ich kein Foto hochladen ;)

Liebe Grüße!

-- Noch 74 Tage bis zum Abflug --

4. Juni 2014

Ab zur Botschaft nach Berlin

Hallo an alle :)

Heute melde ich mich, um zu berichten wie es mir auf der amerikanischen Botschaft in Berlin ergangen ist. Also, alle Austauschschüler müssen sich persönlich auf einer der amerikanischen Botschaften/ Konsulate in Frankfurt, Berlin oder München vosrstellen, um ein Visum zu beantragen. Am 02.06. bin ich mit meiner Mom nach Berlin gefahren, um erstens am nächsten Tag gut ausgeschlafen zu sein und um noch etwas von Berlin zu sehen. Wir haben uns eine Pension genommen, die in etwa zwischen der Innenstadt von Berlin und der Botschaft lag. Dort angekommen sind wir erst mal zum Kurfürstendamm gelaufen (keine 2 Minuten entfernt) und waren etwas essen. Gegen Abend sind wir mit der S-Bahn (mit der man übrigens echt überall hinkommt) zum Brandenburger Tor gefahren. Dort angekommen mussten wir aber feststellen, dass riesige Menschenmengen protestierten...hauptsächslich waren es Spanier, die gegen die Anarchie protestieren, aber auf der anderen Seite des Brandenburger Tor's demonstrierten auch Deutsche gegen die Politiker und gegen die NSA. Naja, auf jeden Fall sind wir dort nicht lange geblieben, sondern haben uns Richtung Alexanderplatz bewegt. Dort waren wir noch was essen und dann sind wir zurück zur Pension... Nun aber zum 03.06.: Morgens 09.30 Uhr war mein Einlasstermin an der Botschaft, angekommen bin ich dort etwa 09.20 Uhr mittels S- und U-Bahn. Die Verbindungen habe ich mir einen Tag vorher rausgesucht, da man ja kein Handy mit in die Botschaft nehmen darf. Am Eingang der Botschaft stand schon eine Schlange von etwa 20 Leuten, die dann im Laufe der Zeit in 5er-Gruppen eingelassen wurden. Dann endlich (ich denke so 35 min später) war ich mit dabei. Direkt nach dem Eingang folgten die Sicherheitskontrollen, wer schon einmal geflogen ist kennt das ja, es läuft nämlich genauso ab. Danach kamen wir in einen Raum mit 2 Schaltern am Eingang, dort warteten 2 sehr freundliche (deutsche) Sicherheitsbeamte, die unsere Unterlagen kontrollierten und Zettel gaben wo darauf stand wie wir unsere Unterlagen sortieren müssen. Dann ging es weiter zur Anmeldung, dort musste ich noch einmal etwa 10min warten bis ich hergewunken wurde. An diesem Schalter musste ich dann die sortierten Unterlagen abgeben, dann haben sie mir eine Bröschüre mit meinen Rechten in den USA gegeben und einen Zettel, wo erklärt war wie das eigentliche "Interview" ablaufen würde. Dann habe ich mich zu den ganzen anderen Wartenden gesetzt, aber kaum hatte ich 6 Seiten von meinem Buch, was ich mitgenommen hatte, gelesen, wurde ich auch schon aufgerufen (obwohl ich neben Leuten saß, die schon da waren, als ich kam). An diesem letzten Schalter musste ich zuerst meine Fingerabdrücke abgeben (wobei dies länger als das Interview gedauert hat, irgendwie habe ich mich bisschen doof angestellt :D) und dann folgten ein paar Fragen, z.B. "Warum wollen Sie in die USA?" und "Waren Sie schon einmal in den USA?" Der Botschafter war wirklich sehr freundlich und es lief alles reibungslos. Dann hat er mir mein Visum bestätigt und gemeint, dass es mir in 5-10 Tagen zugeschickt werde. Dann konnte ich die Botschaft verlassen und hatte alles in 1,5 Stunden über die Reihe gebracht. Also bloß keine Angst, der Konsulattermin ist völlig harmlos, alle sind unglaublich freundlich und auch aufgeschlossen! Doch durch die Aufregung war ich natürlich trotzdem irgendwie geschafft und bin abends ins Bett gefallen ;)

Liebe Grüße!

Eddy

-- noch 75 Tage bis zum Abflug --

5. Mai 2014

Vorbereitungstreffen

Am 03.05 hatte ich in Leipzig mein Vorbereitungtreffen! Ich bin mit meinem Vater schon einen Tag eher nach Leipzig gefahren, um dort einen schönen Tag zu verbringen und um am nächsten Morgen rechtzeitig da zu sein. Angekommen, wurde ich nach meinem Namen gefragt und ob ich zum VBT und zum Erste-Hilfe-Kurs möchte :D Anscheinend hat einer an diesem Tag im selben Gebäude stattgefunden. Dann habe ich ein Namensschild und einen Beutel im Reisekofferdesign bekommen, darin waren ein Notizbuch, ein Armband und ein AIFS-Ordner enthalten, dann habe ich mir noch mein T-Shirt und meinen Hoodie abgeholt und dann bin ich nach oben gegangen, wo schon viele andere Austauschschüler warteten. Mein Vater blieb im Erdgeschoss, dort fand die Elternveranstaltung statt. In unserem Seminarraum wurde uns dann vieles über AIFS und den Austausch erzählt, das meiste wusste ich sowieso schon, weil man das auch alles im Katalog nachlesen konnte... Wesentlich interessanter waren die anwesenden Returnees (ehemalige Austauschschüler), ihnen konnten wir Fragen stellen.

Nachdem unsere Veranstaltung zu Ende war, mussten wie noch etwa eine halbe Stunde warten, weil sich unsere Eltern anscheinend viele Sorgen machen, und gar nicht mehr aufhören wollten, Fragen zu stellen. Aber endlich konnten wir nach untern, denn dort gab es Mittagessen. Wir haben uns von unseren Eltern verabschiedet und dann die Pizza genossen. Danach wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und getrennt, weil wir sonst zu viele gewesen wären. In der Gruppe haben wir dann diverse Kennenlern- und Kommunikationsspiele gemacht und über amerikanische Kultur gesprochen. Dann hatten wir wieder die Chance mit den Returnees zu sprechen, wir haben und mit ihnen zusammengesetzt und konnten mit ihnen über alle Zweifel und Ängste, aber auch Erwartungen sprechen. Schließlich war es auch schon 17 Uhr und das Treffen war beendet.

Ich fand das Treffen schon hilfreich, aber größtenteils wegen den Returnees, weil den Rest wusste ich auch vorher, trotzdem hat es sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn mir mein T-Shirt zu groß ist :D Aber ich denke das kann ich irgendwie umtauschen ;)

Bis Bald!

Eddy