31. August 2015

Flashing news!

Houdy!

Es gibt tolle Neuigkeiten: Letzte Woche habe ich Flüge gebucht und nun steht fest, dass ich bald wieder mit meiner Familie und meinen Freunden in Dallas vereint sein werde. Ich werde meine zwei Wochen Winterferien im Februar 2016 in Texas verbringen und freue mich schon riesig darauf!

Außerdem....Meine Eingewöhnungsphase hält immer noch an und ich versuche mich immer noch wieder einzugliedern. Die Schule geht jetzt schon wieder eine Woche und ich bin nicht außerordentlich begeistert, aber es wird besser. Ich hoffe, dass in ein paar Wochen alles wieder so sein wird wie es einmal war.

Ich hoffe es geht euch allen super! :D

Bis bald,
Euer Eddy.

--- noch 158 Tage bis wieder USA ---

10. August 2015

Abschied nehmen

Ich weiß, dass ich seit fast zwei Monaten wieder in Deutschland bin, aber ob ihr es glaubt oder nicht, es gibt einen halbwegs guten Grund warum ich erst jetzt diesen Post schreibe und veröffentliche. Tatsächlich fiel mir der Abschied von meiner Gastfamilie, meinen Freunden und Dallas sehr schwer und ich habe noch ein wenig Zeit gebraucht mein Austauschjahr zu verarbeiten. Ich denke, dass ich mich wieder einigermaßen gut eingelebt habe und akzeptiert habe zu meinem Amerikanischen Leben vorerst 'goodbye' zu sagen. Am besten erzähle ich euch Schritt für Schritt:

Am 05.06.2015 hatte ich meinen letzten Schultag an der Lake Highlands High School. Da es Prüfungswoche war musste ich mich schon im Laufe der Woche von einigen Lehrern und Freunden verabschieden da ich sie durch den veränderten Stundenplan nicht mehr gesehen habe. Ich hatte schon drei Wochen eher angefangen mein Abschiedsbuch herumgehen zu lassen, dasselbe in das ein Jahr zuvor meine deutschen Freunde hinein geschrieben hatten. Auch den Lehrern die mir in der Schule sehr geholfen haben habe ich es gegeben und habe ein paar wirklich nette Einträge bekommen. 
Noch am selben Tag sind meine Mutter und ihr Freund Frank gelandet und mein Gastvater und ich haben sie abgeholt. Das wiedersehen war doch emotionaler als ich dachte und wirklich schön, auch wenn mir da schon der Gedanke an den bevorstehenden Abschied kam und das hat mir gar nicht gefallen. Meine Mom und Frank sind das Wochenende über bei mir und meiner Gastfamilie geblieben, ich habe ihnen meine Schule gezeigt und wir sind nach Dallas gefahren. Es war sehr schön und eigentlich die optimale Situation da meine nun zwei Familien vereint waren. Am darauffolgenden Montag ging allerdings unser Flug nach Orlando und es hieß Abschied nehmen. Ich möchte nicht allzu viele Worte verlieren, wir waren alle sehr traurig und es war ein schwerer Tag für mich. 

Anschließend folgte ein 8 Tägiger Aufenthalt in Florida wo wir jeweils 3 Nächte in Orlando und Naples waren und abschließend 2 Nächte in Miami verbracht haben. Es war wirklich toll, wir haben die Universal Studios in Orlando besucht, haben den Strand und die wunderschönen Villen von Naples bewundert und das aufregende Miami erlebt. Ich kann es wirklich jedem empfehlen der anschließend einen kleinen Urlaub nach dem Auslandsjahr machen möchte, da es wirklich sehenswert ist. 

Die Zeit verging, aber noch hatte ich ja meine Amerikanische Nummer und überall Internet um mit meiner Gastfamilie ganz viel zu schreiben. Leider hielt das ja nicht ewig, weil am 16.06. unser Rückflug nach Deutschland auf dem Plan stand. 

Das Ankommen in Deutschland fiel mir tatsächlich um einiges schwerer als ich jemals erwartet hätte. Ich denke das lag daran, dass sich offenbar nichts verändert hat, aber sich bei mir alles verändert hatte. Natürlich, ich hatte das aufregendste Jahr meines Lebens, währen sich in Deutschland alles normal weiterentwickelt hat. Damit bin ich zuerst nicht klargekommen. An meinem ersten Tag war ich absolut überfordert und habe nichts auf die Reihe gebracht. Dieses Gefühl der totalen Verzweiflung verflog nach ein paar Tagen und ich konnte beginnen mich einzuleben. Noch immer hört man mir an dass ich sehr lange kein Deutsch gesprochen habe und noch immer wünsche ich mir ab und zu einfach wieder zurück nach Dallas zu fliegen. Es ist nicht einfach und im Nachhinein betrachtet war der Culture Shock in Amerika um einiges geringer als der Rückkehrshock, das wurde mir natürlich im Voraus erklärt, aber wie soll man bitte darauf vorbereitet werden? 

Mittlerweile habe ich mich mit vielen meiner alten Freunde getroffen und alle meiner nahestehenden Familienmitglieder gesehen. Ich bin wieder in Deutschen Leben und fühle mich nur manchmal unwohl. Ich vermisse meine amerikanische Familie und meine Freunde aber ich weiß dass ich sie wiedersehen werde, auch wenn es noch nicht absehbar ist wann das sein wird. Mir hat mein Auslandsjahr unheimlich viel gebracht, der Rückkehrshock ist ein Preis den ich bereit wäre wieder zu zahlen. Ich habe meine Entscheidung ins Ausland zu gehen nicht ein einziges Mal bereut, diese Erfahrung wird mich mein Leben lang begleiten und aus allem was ich daraus gelernt habe werde ich für immer profitieren. Danke an alle die mir dieses Jahr ermöglicht haben: Danke an meine Mutter, Danke an AIFS und AYA und ein unausdrückbares Dankeschön an meine wundervollen Gasteltern, die mich bedingungslos als Familienmitglied aufgenommen haben (apropos, seit dem ich wieder in Deutschland bin habe ich regelmäßig Kontakt zu meinen Gasteltern, mindestens 3 Mal pro Woche, wir haben ein WhatsApp Gruppe). 

Ich möchte mich auch bei euch bedanken, dass ihr mich bei meinem Abenteuer begleitet habt und meinen Blog gelesen habt. Ich hoffe das er zukünftigen Austauschschülern Rat geben wird und vielleicht den ein oder anderen dazu ermuntert selbst ins Ausland zu gehen, denn es ist eines der besten Dinge die man tun kann solange wir noch jung sind :) 

Ich möchte den Blog hiermit noch nicht schließen, da ich eventuell nochmal einen Post in einigen Monaten schreiben werde. 

Euer Eddy!